Sicherheit
maschineller Übersetzung

Sicherheitsprobleme bei maschineller Übersetzung

Sie überlegen, maschinelle Übersetzung zu nutzen? Viele tun das. Kostenlose Übersetzungstools mit immer ausgefeilteren maschinellen Übersetzungsengines sind zunehmend beliebt – auch für geschäftliche Übersetzungen. Unternehmen erkennen, wie wichtig es ist, Zielgruppen global in ihrer jeweiligen Sprache zu erreichen. Wir haben den Boom bei mehrsprachigem Content und dessen Auswirkungen im Web, bei LanguageWire und auf die neuesten Übersetzungstrends bereits näher betrachtet.

Maschinelle Übersetzung scheint aufgrund ihrer günstigen Kosten und schnellen Reaktionszeiten eine ideale Lösung für den steigenden Bedarf an mehrsprachigem Content zu sein. Laut Common Sense Advisory war die Nachbearbeitung von maschineller Übersetzung 2017 sogar die dritt wichtigste Sprachdienstleistung – nach Übersetzung und Dolmetschen vor Ort. Aber angesichts der steigenden Anzahl von Datenpannen bei renommierten Unternehmen und der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung muss man sich die Frage stellen: Wie sicher ist maschinelle Übersetzung?

Je nachdem, welche Tools Sie verwenden, ist maschinelle Übersetzung entweder eine hervorragende Möglichkeit, Sicherheitsrisiken zu reduzieren – oder eine Sicherheitskatastrophe. 

Wenn maschinelle Übersetzung mehr Sicherheit bietet

Laut einer IBM-Studie aus dem Jahr 2017 sind die weltweiten Durchschnittskosten für einen Datenverstoß zwar um 10 % auf 3,62 Mio. US-Dollar gesunken, dafür ist jedoch der Umfang der einzelnen Verstöße um 1,8 % und damit auf mehr als 24.000 betroffene Datensätze gestiegen. Datenverlust ist eine teure Angelegenheit. 

Maschinelle Übersetzung zur Automatisierung der Übersetzung sensibler Inhalte, wie beispielsweise vertraulicher Dokumente, kann dazu beitragen, die Sicherheit zu verbessern und solche Kosten zu vermeiden. Ein höherer Automatisierungsgrad im Übersetzungsprozess reduziert durch die geringere Anzahl von Berührungspunkten und kürzere Laufzeiten die Möglichkeiten für Datendiebstahl. Der Zugriff auf streng geheime Daten lässt sich zudem auf einen kleineren Personenkreis eingrenzen. Und tatsächlich sind oftmals einfache menschliche Fehler die häufigste Ursache, dass Unternehmen wertvolle Daten verlieren, zum Beispiel wenn Mitarbeiter Anhänge öffnen oder Links von Cyber-Angreifern öffnen. 

Quelle: IBM X-Force Threat Intelligence Index 2018

Maschinelle Übersetzungsengines kontrollieren den Zugriff auf die Inhalte und verfügen über automatisierte Prozesse, was zu weniger personenbezogenen Schwachstellen führt. Aber diese Art von Schutz erfordert eine spezielle, gesicherte und gegebenenfalls trainierte Engine. Und dabei können kostenlose Online-Übersetzungstools nicht mithalten.

Sicherheitsrisiken durch kostenlose Online-Übersetzung

Wir alle haben es schon einmal gehört: „Nichts ist umsonst.“ Das gilt auch für kostenlose maschinelle Online-Übersetzung. Aus der Presse ist weithin bekannt, dass Mitarbeiter des norwegischen Ölrmultis Statoil vertrauliche Dokumente entdeckten, die ursprünglich mit Translate.com übersetzt wurden, aber über eine einfache Google-Suche jedem zugänglich waren

Einige Unternehmen sind sich der Sicherheitsprobleme im Zusammenhang mit maschineller Übersetzung in hohem Maße bewusst. So hat zum Beispiel die Osloer Börse den Zugriff auf Websites wie Google Translate und Translate.com blockiert. Andere Unternehmen führen ähnliche Maßnahmen ein oder haben strenge Richtlinien für die Verwendung kostenloser maschineller Übersetzungen, um Sicherheitsprobleme dieser Art zu vermeiden.

Ein Verstoß wie bei Statoil verdeutlicht die Notwendigkeit sicherer Übersetzungslösungen. Aber welche Möglichkeiten haben Unternehmen, wenn sich die Arbeit türmt und die Übersetzung eigentlich bereits gestern benötigt wurde?

Jederzeit sichere maschinelle Übersetzung

Eine Reihe von Unternehmen, darunter wir hier bei LanguageWire, bieten zur kostenlosen maschinellen Online-Übersetzung kostengünstige Alternativen an. Unternehmen können damit die Schnelligkeit und Kosteneffizienz maschineller Übersetzung nutzen und gleichzeitig sicherstellen, dass ihre Daten nicht bei Google landen.

Eine maschinelle Übersetzungsengine, die vor Ort innerhalb des Unternehmensnetzwerks läuft, ist eine äußerst sichere Option, mit der verhindert wird, dass Daten aus dem Unternehmen abfließen. Eine weitere sichere Option ist die cloud-basierte maschinelle Übersetzung, die für jedes Unternehmen individuell angepasst ist und eine sichere, verschlüsselte Datenkommunikation bietet. 

Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, maschinelle Übersetzung zu nutzen, sollten Sie nach Unternehmen suchen, die gemäß ISO 27001 zertifiziert sind. Diese internationale Norm schreibt Verfahren für die Verwaltung sensibler Informationen vor und garantiert, dass bei Datenverlust ein robuster Prozess zur Lösung der Situation implementiert ist. 

Die wichtigsten Erkenntnisse

Unser wichtigster Rat lautet: Verzichten Sie bei Unternehmensdokumenten, -texten und Verträgen auf kostenlose maschinelle Übersetzungsdienste. Informationen, die Sie in ein System wie Google Translate eingeben, werden auf einem Server irgendwo auf der Welt gespeichert, und Sie verlieren die Kontrolle darüber. Jedes Unternehmen muss die Kontrolle über seine Informationen behalten – aufgrund der Struktur des Internets eine schwierige Aufgabe.

Maßnahmen zur Sicherung Ihrer Geschäftsinformationen sollten Priorität haben, denn schließlich darf eine harmlose Übersetzung nicht der Verursacher eines kritischen Datenlecks sein. Wenn Sie also das nächste Mal mit dem Gedanken spielen, kostenlose maschinelle Übersetzung zu nutzen, behalten Sie die Sicherheit im Blick und denken Sie daran: Nichts ist umsonst.