Neujahrsvorsätze
- wie halten Sie es
mit Ihren?

 

Neujahrsvorsätze

Ein neues Jahr hat begonnen, und die meisten von uns haben sich ein paar Dinge vorgenommen, die sie gerne ändern wollen.

Im Grunde erscheint es vielleicht banal, dass wir uns jedes Jahr erneut neue Ziele setzen, doch psychologisch gesehen ergibt es Sinn, denn gerade am 1. Januar können wir die Tür zum Alten schließen, gewissermaßen einen Neuanfang wagen und es im neuen Jahr anders und besser machen.

Die Erste Leere Seite 

Vielleicht wollen wir etwas in unserem Privatleben ändern, vielleicht etwas im Berufsleben. Einige von uns schreiben lange, ausführliche Listen und hängen sie zur regelmäßigen Erinnerung an den Kühlschrank, andere speichern die Vorsätze auf ihrer natürlichen Festplatte und setzen darauf, dass das schon reicht. Doch was nehmen wir uns vor? Und wie setzen wir unsere Vorsätze erfolgreich in die Tat um?

Wir möchten Ihnen dabei gerne behilflich sein, sodass auch wirklich die für Sie richtigen Ziele auf Ihrer Liste stehen und Sie unbeirrt den Kurs halten, damit Sie am Ende des Jahres alle Vorsätze als erfolgreich umgesetzt abhaken können.

Neujahrsvorsätze als Mitarbeiter

Employee Resolution 

Vielleicht gibt es an Ihrem Arbeitsplatz Dinge, die Sie gerne ändern möchten. Das müssen keine großen Umwälzungen sein – oftmals gilt es nur, ein paar Kleinigkeiten zu justieren.

Möglicherweise haben Sie so viele Aufgaben und Verantwortungsbereiche, dass die Aufgaben, die Sie wirklich interessieren und motivieren, in der Menge untergehen. Manche Menschen gehen in Routineaufgaben richtig auf, andere können gar nicht genug neue Herausforderungen bekommen. Egal, was das Richtige für Sie ist, es kommt darauf an, dass Sie sich selbst treu bleiben und sich darauf konzentrieren, was Ihnen wichtig ist. Darauf, worin Sie gut sind. Darauf, worin Sie sich verbessern wollen. Davon profitieren sowohl Sie als Mitarbeiter als auch das Unternehmen, für das Sie arbeiten, auf die Dauer am meisten. Was nicht heißt, dass wir nicht alle immer wieder Aufgaben erledigen müssen, die einfach erledigt werden müssen – so ist es eben.

Hier nun ein paar Fragen, die Ihnen vielleicht dabei helfen, Ihre Neujahrsvorsätze als Mitarbeiter zu definieren:

  • Sagen Sie Ja?
    Unternehmen sind ständig im Wandel begriffen – nichts steht still. Deshalb ist es wichtig, offen zu sein für neue Initiativen und Veränderungen, die das Unternehmen anstrebt – nicht nur im Interesse des Unternehmens, sondern allemal auch Ihrer selbst willen. Sie sind in jedem Fall ein Teil davon. Gehen Sie die Veränderungen deshalb erhobenen Hauptes und mit einer positiven Einstellung an! Sie werden sehen, dass ganz automatisch Ihre Teilhabe, Ihr Einfluss und Ihre Motivation, Ihren Beitrag zu leisten, wachsen. Es macht eben mehr Spaß, Teil des Geschehens zu sein, als mit finsterer Miene abseits zu stehen und zu grollen. Also sagen Sie bewusst Ja zu Veränderungen! Ohne dass dies jetzt allzu pathetisch klingen soll. Und es soll auch nicht heißen, dass Sie die Dinge nicht kritisch hinterfragen sollen – das ist weiterhin wichtig.

  • Machen Sie das, was Ihnen wichtig ist?
    Wenn Ihre Antwort „Nein“ ist, dann fragen Sie sich, was Ihnen wirklich wichtig ist! Und welche Veränderung nötig ist! Dann gilt es, aktiv zu werden und die ersten Schritte zu tun, um diese Veränderung herbeizuführen. Wenn Ihre Antwort „Ja, aber ...“ ist, dann schauen Sie sich eventuell Ihre Aufgaben etwas genauer an! Passen sie sowohl zu Ihren Fähigkeiten als auch zu Ihren Wünschen? Wie können Sie mehr solche Aufgaben bekommen, die Sie die Zeit vergessen lassen, sodass man Sie nach Feierabend praktisch von Ihrem Schreibtisch wegzerren muss, weil Sie so in Ihre Aufgabe versunken sind? Und wie können Sie die Aufgaben loswerden, die nicht zu Ihnen passen – entweder weil sie Sie langweilen oder weil Sie zu viel Zeit darin investieren müssen? Wenn Ihre Antwort „Ja, 100 %“ ist, dann gehen Sie diesen Weg weiter! Und genießen Sie es!
  • Wissen Sie, was von Ihnen erwartet wird?
    Wenn Sie am Morgen das Büro betreten, wissen Sie dann, was die wichtigsten Prioritäten für Ihre Arbeit sind? Und warum? Wenn Ihnen dies nicht klar ist, sollten Sie mit Ihrem Vorgesetzten abstimmen, welche Erwartungen an Sie gerichtet werden. Denn damit Ihre Arbeit Sinn ergibt, müssen Sie wissen, was von Ihnen erwartet wird und wie Sie priorisieren sollen, wenn viel zu tun ist. Dann können Sie Ihre Arbeit auf diese Erwartungen ausrichten und gezielt steuern, um den Kurs zu halten.
  • Denken Sie daran, Ihre Erfolge zu feiern?
    Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Erfolge automatisch weitere nach sich ziehen – insbesondere, wenn sie gewürdigt werden. Vergessen Sie also nicht, Ihre Erfolge zu feiern – die kleinen wie die großen!

Neujahrsvorsätze als Führungskraft

Manager Resolution 

Als Führungskraft tragen Sie nicht nur Verantwortung in geschäftlichen Dingen wie z. B. für Strategie, Finanzplan und Leistungsindikatoren, sondern auch für Menschen. Wenn diese – Ihre Mitarbeiter – optimale Leistungen erbringen sollen, müssen sie topmotiviert sein. Genau wie Sie selbst auch. Dabei haben Sie alle Hände voll zu tun: Sie sind verantwortlich für den Kurs und die Besatzung, und selbst bei Sturm müssen Sie den Überblick bewahren.

Hier einige Anregungen für Sie als Führungskraft:

  • Verfolgen Sie die richtige Strategie?
    Wie stellt sich die Situation in Ihrem Geschäftsbereich aktuell dar? Haben sich bestimmte Aspekte in Ihrer Branche entscheidend verändert? Haben Sie irgendwelche interessante Möglichkeiten bisher übersehen? Haben sich der Markt oder die Zielgruppe verändert? Haben Sie in Ihrem Team die richtigen Ressourcen, um die gesetzten Ziele zu erreichen? Und haben Sie die Erwartungen für das neue Jahr mit der Geschäftsleitung abgestimmt? Dies sind nur ein paar Fragen, um sicherzustellen, dass Sie die richtige Strategie verfolgen. Doch es ist wichtig, sie jetzt zu stellen – denn jetzt müssen Sie die ersten Schritte tun, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
  • Mischen Sie sich zu viel ein?
    Spielen Sie zu sehr den Detailexperten in der Spielfeldhälfte Ihrer Mitarbeiter? Dann sollten Sie das Spielertrikot ausziehen und sich die Trainerjacke überziehen. Es kostet nämlich nur unnötig Zeit und wirkt demotivierend, wenn Sie ständig mitmischen oder in allem als Experte auftreten, was eigentlich Ihren Mitarbeitern überlassen sein sollte. Bringen Sie ihnen dagegen größeres Vertrauen entgegen, und steigern Sie ihre Motivation und Arbeitsfreude, indem Sie sich nicht störend in ihre Arbeit einmischen! Lassen Sie sie stattdessen regelmäßig berichten, wie die Arbeit voranschreitet, und begründen, warum sie wie vorgehen! Auf Grundlage dieses Dialogs können Sie Ihren Mitarbeitern dann Rückhalt geben und/oder sie weiter anspornen.
  • Erkennen Sie die Unterschiede? Und nutzen Sie sie?
    Jeder Mensch ist einzigartig und hat seine eigene Persönlichkeit, individuelle Bedürfnisse, Wünsche und Talente. Nutzen Sie die Vorteile dieser Vielfalt? Manche Mitarbeiter bevorzugen vertraute Routineaufgaben, andere brauchen immer neue Herausforderungen und mehr Einfluss. Für manche sind feste Arbeitszeiten ein Muss, andere benötigen Flexibilität, um optimale Leistung zu erbringen. Deshalb ist es nicht immer sinnvoll, alle Mitarbeiter gleich zu behandeln. Es kann vielmehr für alle – Sie, das Unternehmen und den Mitarbeiter – von Vorteil sein, unkonventionelle Wege zu gehen, um die Möglichkeiten auszuschöpfen, die diese Vielfalt bietet. Versuchen Sie nicht, die Unterschiede und eine unterschiedliche Behandlung totzuschweigen! Wenn sie thematisiert werden und alle sich ernst genommen fühlen, dann schafft dies größeres Verständnis und damit Respekt füreinander – auch für Sie als Führungskraft.
  • Setzen Sie klare Ziele, und stimmen Sie Erwartungen ab?
    Ziele und Erwartungen dürfen nie diffus bleiben – sonst ist der Weg dorthin ebenfalls verschwommen. Um einen guten Start hinzulegen, sind eine klare Zielsetzung und eine Abstimmung der Erwartungen entscheidend – sowohl mit Ihren Mitarbeitern als auch mit dem Topmanagement. Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter die Ziele und Erwartungen kennen und verstehen – also auch, wie sie begründet sind! Noch besser ist es, wenn Sie einige der Ziele gemeinsam mit dem einzelnen Mitarbeiter erarbeiten können, denn dann wird er ganz automatisch mehr Mitverantwortung für Ihr Erreichen übernehmen.
  • Delegieren Sie genug?
    Wenn es Ihnen schwerfällt, zu delegieren, kann es hilfreich sein, sich einen Überblick über all Ihre Aufgaben zu verschaffen. Auf dieser Grundlage können Sie dann sortieren, was Sie abgeben und gegebenenfalls an wen übertragen können und wollen.
  • Sind Sie selbst auf dem rechten Weg?
    Sorgen Sie auch dafür, sich um Ihre eigene Karriere zu kümmern! Erweitern Sie laufend Ihre Kompetenzen, und stellen Sie sich neuen Herausforderungen! Vielleicht wollen Sie sich dieses Jahr auf bestimmten Gebieten verbessern? Machen Sie sich Ihre Ziele deutlich, und erarbeiten Sie einen Plan dafür, wie Sie sie erreichen!

Neujahrsvorsätze als Privatperson

Personal Resolution 

Wenn es um unsere ganz persönlichen Vorsätze geht, tauchen meist immer wieder dieselben Dinge auf unserer Liste auf. Das Journal of Clinical Psychology listete Anfang 2014 die 10 verbreitetsten Neujahrsvorsätze unter Amerikanern auf. Sicher stehen einige davon auch auf Ihrer Liste, und beim Lesen regt sich wahrscheinlich auch bei Ihnen eine gewisse Portion Sehnsucht, Frustration und schlechtes Gewissen – und das Gefühl, dass die Zeit in Alltagsroutinen dahineilt, die nicht so einfach zu durchbrechen sind.

  1. Abnehmen
  2. Aufräumen
  3. Weniger ausgeben, mehr sparen
  4. Das Leben in vollen Zügen genießen
  5. Etwas für meine Fitness und Gesundheit tun
  6. Etwas Interessantes lernen
  7. Mit dem Rauchen aufhören
  8. Anderen helfen, ihre Träume zu verwirklichen
  9. Mich verlieben
  10. Mehr Zeit mit der Familie verbringen

Uns allen ist klar, dass es bei Weitem nicht immer gelingt, seine Neujahrsvorsätze zu verwirklichen. Die erwähnte amerikanische Studie ermittelte eine Erfolgsquote von gerade mal 8 %. Eine britische Erhebung aus dem Jahr 2007 ergab Ähnliches: 88 % schaffen es nicht, Ihre Versprechen sich selbst gegenüber einzuhalten. Weitere Umfragen kamen zu entsprechenden Ergebnissen.

Etwas Positives kam in der erwähnten amerikanischen Studie jedoch ans Licht: Wer Neujahrsvorsätze fasst, erreicht seine Ziele mit 10-mal höherer Wahrscheinlichkeit als diejenigen, die keine expliziten Ziele für das neue Jahr formuliert.

So schaffen Sie es, Ihre Neujahrsvorsätze zu verwirklichen!

Make it happen 

Warum ist es so schwierig, seine Neujahrsvorsätze erfolgreich in die Tat umzusetzen?

Laut Psychologen hat es etwas damit zu tun, dass unsere Ziele für das neue Jahr oftmals wie eine Art Strafe oder ein Verbot wirken. Und das funktioniert nicht! Unsere Vorsätze müssen mit positiven Gefühlen verbunden sein. Unser innerer Schweinehund kümmert sich herzlich wenig um äußerlich gesteckte Ziele. Wir müssen ihn ködern, indem wir diejenigen Gefühle aktivieren, die wir gerne mehr empfinden möchten, und diese dann mit den entsprechenden Handlungen verknüpfen.

Eine weitere Erklärung dafür, warum Vorsätze oftmals im Sande verlaufen, ist, dass wir uns zu viel vornehmen, unser Vorhaben nicht konkret genug formulieren oder dass unsere Pläne einfach unrealistisch sind. Dann geben wir letztlich doch auf – nicht selten allzu rasch.

Wie schaffen Sie es doch?

Generell sind wir Menschen Gewohnheitswesen und neigen dazu, anderen Personen und Umständen die Schuld zu geben, wenn etwas nicht funktioniert. Diese Denkweise führt jedoch nie zum Erfolg. Wenn Sie Veränderungen bewirken möchten, müssen Sie diese Haltung überwinden und selbst die Verantwortung übernehmen. Nur Mut! Machen Sie den Schritt, und kommen Sie Ihren Träumen näher! Werden Sie aktiv! Sie selbst.

  1. Setzen Sie sich realistische Ziele! Ihre eigenen Ziele, nicht die anderer.
  2. Erinnern Sie sich selbst immer wieder daran! Vereinbaren Sie mit sich selbst Teilziele, überprüfen Sie Ihren Fortschritt, und justieren oder erweitern Sie auf Ihrem Weg Ihre Ziele.
  3. Bleiben Sie dran! Wir alle hängen an unseren Gewohnheiten und haben ein gewisses Sicherheitsbedürfnis. Deshalb tendieren wir dazu, an alten Verhaltensmustern festzuhalten. Wenn Sie Veränderungen bewirken wollen, ist es entscheidend, dass Sie die alten Gewohnheiten loslassen und sich stattdessen neue antrainieren.
  4. Sorgen Sie dafür, dass es Ihnen Spaß macht!
  5. Loben Sie sich selbst! Und vergessen Sie nicht, Ihre Erfolge zu feiern – die kleinen wie die großen!

Das Leben ist eine lange Reise mit unzähligen Möglichkeiten, Weggabelungen und Hindernissen. Egal, was es zu bieten hat, übernehmen Sie selbst die Verantwortung für Ihr Leben! Sie sitzen am Steuer, nicht auf dem Beifahrersitz.

Neujahrsvorsätze in aller Welt

Als Teil von Googles laufenden Zeitgeist-Statistiken wurden im Jahr 2012 Neujahrsvorsätze von Menschen auf der ganzen Welt ermittelt und auf einer Online-Weltkarte gesammelt. Hier kann man ganz einfach zoomen und z. B. sehen, dass

  • sich jemand in Japan vorgenommen hat, härter zu arbeiten.
  • jemand in Brasilien davon träumt, ein Haus zu kaufen.
  • jemand in Deutschland mehr Nächstenliebe praktizieren möchte.
  • jemand in Spanien den Motorradführerschein machen will.
  • jemand in Griechenland auf einen Lottogewinn hofft.

Hier ein paar Beispiele auf der Karte. Die Vorsätze sind verschiedenen Kategorien zugeordnet, und man kann sich Übersetzungen anzeigen lassen.

Google Zeitgeist

Google Zeitgeist 

Gehen Sie auf Entdeckungsreise, und erkunden Sie auf der Karte Neujahrsvorsätze in aller Welt..

Wir wünschen Ihnen eine gute Reise und ein gutes Jahr 2016!