Schnellerer Content
 

Es reicht nicht mehr, „einfach“ nur dabei zu sein. Jetzt muss man „schnell und oft“ dabei sein!

Das Content Marketing hat sich in Rekordzeit von den ersten vorsichtigen Schritten in Kinderschuhen bis ins rasante Teenageralter entwickelt. Es geht darum, Erster und Bester zu sein – immer wieder.

Sie können sich genauso gut daran gewöhnen, denn alles muss schnell gehen. Und dabei ist es egal, ob Sie auf Facebook, LinkedIn, im Blog oder auf einer Website kommunizieren. Tatsächlich muss es so schnell gehen, dass Sie garantiert nicht alles nochmal prüfen und die Genehmigungen einholen können, die früher gefordert waren. Denn wenn man sicherstellen will, dass der eigene Einsatz nicht in den Botschaften der Mitbewerber untergeht oder als „Old News“ kategorisiert wird, dann muss ständig etwas los sein.

ChartBeat zufolge werden täglich mehr als 92.000 Artikel im Internet veröffentlicht. Jeden Tag. Das ganze Jahr über. Und das sind noch nicht einmal neue Zahlen, da diese noch nicht vorliegen. Eine vorsichtige Schätzung sagt daher, dass wir bereits Anfang 2015 die 100.000 täglichen Artikel überschritten haben.

Aber kein Grund zur Panik. Es bestehen immer noch gute Chancen, dass Ihre Kunden und potenziellen Kunden Ihre Inhalte bemerken ... wenn Sie also schnell sind!

Die Frage ist nur, ob man zu schnell sein kann? Denn schnell sein kann dazu führen, dass man Kompromisse bei den Details und vielleicht sogar der Qualität eingeht, die natürlich auch eine Forderung ist, um in der digitalen Welt Erfolg zu haben.

„Done is better than perfect.“

Unter anderem Facebook zufolge ist es wichtiger, etwas zu tun als auf Perfektion zu achten.

Done better than perfect

Quelle: Wand im Facebook-Büro

Diese Aussagen sind zum Mantra im Unternehmen geworden, in dem die Umsatzgeschwindigkeit hoch und der Wettbewerb hart sind, und wo man gleichzeitig verhältnismäßig leicht Ungenauigkeiten korrigieren und Dinge, die nicht funktionieren, reparieren kann. Man findet diese Mantras nicht in Unternehmen wie BMW und Airbus, deren Geschäfte ganz sicher immer noch von Gründlichkeit durchdrungen sind. Aber dass ein Unternehmen wie Kraft Foods diese Mantras so wie Facebook in ihre Content Marketing-Regie übernommen hat, deutet darauf hin, dass dies wohl doch eine Tendenz ist, die sich für verschiedene Arten von Unternehmen lohnt.

Wie viel Content muss man publizieren – und wie oft?

Eine Frage, die in Bezug auf die Schaffung und Publikation von Inhalten öfters auftaucht, ist sicher ganz natürlich: „Wie oft sollte man etwas posten?“

Post 20 times per month

Quelle: NewsCred

Bei NewsCred besteht kein Zweifel, dass man Inhalte in einem gleichmäßigen Strom veröffentlichen sollte. Aber bitte keine Panik, wenn Sie die Empfehlung hierüber im Bild sehen, denn man muss berücksichtigen, dass darin alle möglichen Plattformen einbezogen sind. Gleichzeitig sollten Sie sich vermerken, dass es nicht nur um lange Berichte oder gehaltvolle Artikel geht, sondern in gleichem Maße um kürzeren Inhalt in Form kleiner Geschichten – das wichtigste ist jedoch, dass sie relevant, interessant und für den Leser nützlich sind.

Die Zahlen sprechen für sich – Inhalte schaffen die Möglichkeit für Geschäfte.

1200 new leads

Quelle: NewsCred

Und wie sieht es mit der Sprache aus? Kann man nicht einfach alles auf Englisch machen?

Die Übersetzung in die örtlichen Sprachen steht mehr als je zuvor im Fokus. Selbst Google und Facebook haben eingesehen, dass sie nicht alle Sprachen abdecken, weshalb sie sich nun bemühen herauszufinden, in welchen Sprachen sie zukünftig kommunizieren wollen – um die nächste Milliarde Nutzer zu erreichen. It’s crazy numbers.

75 % kaufen erst dann, wenn sie sich in ihrer Muttersprache informieren können.

Es ist klar, dass internationale Unternehmen überlegen, ob es ausreicht, ihre Inhalte auf Englisch zu veröffentlichen – denn der weitaus meiste Inhalt im Internet ist auf Englisch.

Es ist jedoch eindeutig ein Fehler zu glauben, dass alle Nutzer des Internets Englisch sprechen und verstehen. Vor allem, wenn es darum geht, die endgültige Kaufentscheidung zu treffen.

Ca. 70 % aller Internetnutzer hat eine andere erste Sprache als Englisch. Hinzu kommt, dass ganze 75 % der Nutzer wichtige Kaufentscheidungen am liebsten vermeiden, es sei denn, die Produktinformationen sind in ihrer eigenen Sprache vorhanden!

  • Ca. 55,8 % sämtlichen Inhalts im Internet ist auf Englisch
  • Ca. 5 % der Erdbevölkerung haben Englisch als ihre erste Sprache.
  • Ca. 21 % meinen, Englisch gut verstehen zu können!

Quelle: CheatSheet, Tech

Content muss schnell und in der örtlichen Sprache publiziert werden. Man braucht Leute – oder optimierte Systeme!

Es hat sich herausgestellt, dass die weitaus meisten Content Marketing-Abteilungen ganz klein sind. NewsCred hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass 81 % aller Content-Teams in amerikanischen Unternehmen aus weniger als sechs Personen bestehen.

Content teams are small

Quelle: NewsCred

Diese weniger als sechs Personen haben viel zu tun. Und in der Freizeit gibt es auch nicht weniger zu tun. Manche Unternehmen entscheiden sich, den Newsteil an PR- oder Content Marketing-Büros auszulagern, andere produzieren, lokalisieren und publizieren ihr Material weiterhin selbst.

Egal wie die Strategie aussieht, so sind API- oder Integrationslösungen in CMS-Systeme etwas, das mehr als je zuvor in den Fokus gerät. Denn wie kann man am besten, schnellsten und kostengünstigsten Inhalte in vielen Sprachen erschaffen und veröffentlichen – natürlich durch optimierte Prozesse.

Auf diese Weise können selbst kleine und mittlere Unternehmen mit den großen Unternehmen mithalten, um zuerst mit den neuesten und relevanten Inhalten auf den Markt zu kommen und ihnen so die Schau zu stehlen sowie Absatz zu erzeugen, ohne dass dafür 12 neue Mitarbeiter nötig sind.

„Die neuen Tendenzen stellen neue Anforderungen an das CMS-System der Unternehmen, aber auch an die damit verbundenen Prozesse. Es ist ganz klar, je besser eine CMS-Plattform für „den Zweck“ geschaffen ist, desto leichter ist es, neue Inhalte zu erstellen und zu publizieren – und das ständig.“
Steen Schnack Grønfeldt, Senior Digital Marketing Specialist

Guter Content wird zu guter Werbung

Maßgeschneiderte Inhalte, bereitgestellt auf allen Plattformen, in örtlichen Sprachen, blitzschnell und sicher, haben die Kommunikationsbranche und die Marketingabteilungen auf den Kopf gestellt. „Content is king“, und der Inhalt an sich wird nun auch zur Entwicklung großer Werbekampagnen genutzt. WaggenerEdstrøm Communications ist der Ansicht, dass Content heutzutage in weitaus höherem Maße die Werbung beeinflusst als umgekehrt. Und dass Marketingabteilungen kreativen Inhalt erstellen und schauen, was tatsächlich auf dem digitalen Marktplatz funktioniert, um den Inhalt anschließend für große Werbekampagnen zu optimieren. Auf diese Weise kann man die Botschaften in allen Medien und auf allen Plattformen gleichrichten.

Content is king

4 Fallstudien, bei denen Content Marketing deutlich am ROI abgelesen werden kann

 

1. Under.me
Under.me vertreibt Unterwäsche über das Internet. Als die Firma eine deutschsprachige Version ihrer Website veröffentlichte, stieg die Konvertierungsrate von 1 % auf 2 %. Gleichermaßen erlebte man einen Umsatzanstieg, als der Webshop ins Französische übersetzt wurde – der Gesamtabsatz in Frankreich stieg von 0,67 % Konzernumsatz auf 1 %.

2. Demandbase
Demandbase führte ein BtB-Marketing Sky ein, das BtB-Inserenten dabei helfen sollte, die richtige Content-Strategie anzuwenden. Es wurden unter anderem White Papers, Infographics, Webinare, Slideshare und Live-Präsentationen einbezogen. Die Kampagne erzeugte 1.700 Leads, 125 Webinarteilnehmer, 5.000 Slideshare-Downloads und 1 Mio. USD an neuem Geschäft.

3. Xerox
Xerox entwickelte eine „Optimistisch sein“-Kampagne, um mit 30 Großkunden in Kontakt zu kommen. Sie leiteten eine Partnerschaft mit Forbes ein und erstellten gemeinsam ein Magazin, das relevante Geschäftstipps anbot. 70 % der Zielgruppe nutzten die interaktive Mikrosite, die Leserschar wurde verglichen mit früheren E-Mail-Kampagnen um 300-400 % erhöht, die Kampagne generierte 20.000 neue Kontakte, erzeugte 1.000+ bestätigte Besprechungen und schuf einen potenziellen Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar!

4. SAP
Die Content-Strategie zielte darauf ab, kulturübergreifende Informationen in dem globalen Unternehmen zu ermöglichen. Ein Jahr nach der Umsetzung der Strategie hatte SAP Lateinamerika mehr als 100.000 Fans und Follower (ein Anstieg von 900 %) und erreichte eine Interaktionsrate von 17 % in der gesamten Region. Eine soziale App, gerichtet an spezifische Gewerbezentren, verzeichnete mehr als 12.000 Besucher und schuf Engagement bei 15 % der Zielgruppe. SAP hat vier Facebook-Konten, vier Twitter-Feeds und zwei LinkedIn-Konten. Die verschiedenen Konten teilen sich auf Sprachen (z. B. Portugiesisch und Spanisch) anstelle von Ländern auf. Das Ziel ist, eine Aufteilung in 20 % Promotionmaterial und 80 % interessantes und engagiertes Contentmaterial im SAP-Forum zu erreichen.

Andere Quellen: