10 gute Ratschläge
und 8 soziale
Netzwerke, die Sie im
Auge behalten sollten

Gute Ratschläge

Die Entwicklung in den sozialen Netzwerken hat gefühlte Lichtgeschwindigkeit erreicht. Im Zuge der konstanten technologischen Entwicklung, dem Ideenreichtum und nicht zuletzt den wirtschaftlichen Möglichkeiten tauchen ständig neue Initiativen auf dem Markt auf.

8 soziale Netzwerke, die Sie im Auge behalten sollten

Im Zuge einer immer stärkeren Kommerzialisierung der großen Medien gewinnen neue an Boden – und vor allem die eher anonymen Medien stehen im Fokus. Vor allem das Gefühl des Mangels an Privatleben, die mehr oder weniger unsichtbare Erfassung demografischer und psychografischer Daten und die ständig wachsende Menge an Werbung haben den Bedarf und den Wunsch nach neuen Plattformen aufkommen lassen. Vieles deutet darauf hin, dass den neuen anonymen Medien die Zukunft gehört – auch wenn sie bisher, verglichen mit Facebook, nur eine Nische bilden.

Hier sind 8 soziale Netzwerke, die Sie Journey9 und Social Media Today zufolge 2015 im Auge behalten sollten.

1) Ello – wir verkaufen Sie nicht

Ello ist eines der neuesten sozialen Netzwerke, das sich durch das Versprechen durchgesetzt hat, die Daten der Nutzer nicht weiterzuverkaufen. Einige sagen, dass Ello bereits wieder geschlossen ist, andere behaupten, dass sie noch existieren und wachsen werden.

2) Snapchat – Sie haben 8 Sekunden!

Snapchat ist eine „Instant Messaging“-Anwendung für Smartphones und Tablets. Mit ihr können Fotos gemacht, Videos aufgenommen und Texte sowie Zeichnungen hinzugefügt werden, um sie anschließend an Freunde zu senden. Zudem gibt es einen text- und videobasierten Chat. Die Nachrichten sind 8 Sek. lang sichtbar und zerstören sich dann selbst. Diese Nachrichten werden „Snaps“ genannt. Snapchat wird eine große Zukunft vorhergesagt, und vor allem die jüngere Generation, der ja die Zukunft gehört, hat dieses Medium schon jetzt angenommen.

3) Tsu – wir teilen den Gewinn

Tsu ist ein soziales Netzwerk mit einer revolutionierenden Geschäftsidee. Hier werden die Nutzer für ihre Aktivitäten und Inhalte belohnt – finanziell. Auf Tsu können Sie an Ihrem Inhalt verdienen.

4) Slack – das neue Arbeitsinstrument

Slack ist ein neues Geschäftsnetzwerk, das es ganz sicher wert ist, im Auge zu behalten. Es vereint Informationen verschiedener Plattformen, erleichtert die Verteilung und reduziert so automatisch die Menge an E-Mails, während es gleichzeitig einen Überblick darüber verschafft, womit Sie und Ihre Kollegen sich beschäftigen. Slack hat verschiedene Kanäle (Feeds), die Sie und Ihre Kollegen gemeinsam herstellen, und nutzt das Beste aus E-Mail und Facebook. Durch die enthaltene Chatfunktion bleiben einem lange Korrespondenzen erspart. In den USA ist Slack bereits so groß, dass Facebook laut Wired an einer Facebook Work-Version arbeitet, die bereits 2015 eingeführt werden soll.

Daily users
Source: SlackHQ Twitter-account - Tweet from 12 March 2014.

5) Yik Yak – rück näher heran

Yik Yak ist eine App, die die anonyme Kommunikation mit anderen Yik Yak-Nutzern in der Nähe ermöglicht – innerhalb von ca. 3 km – also denen, die rein geografisch in Ihrer Nähe sind. Vor allem in den USA ist die App sehr beliebt, wo besonders Schulen und Universitäten auf der Yik Yak-Welle schwimmen, da sie fast wie eine „örtliche Pinnwand“ funktioniert.

6) Whisper – vielleicht kennst du mich?

Whisper ist eine App, die es ermöglicht, einander anonyme Fotos mit Text zu senden – also so ganz heimlich– daher auch der Name „Whisper“. Unmittelbar erscheint sie wie ein Ort, an dem man seine persönlichen Gedanken teilen und loswerden kann, aber ganz sicher auch wie ein Ort für Datings.

7) Secret – aber sag es niemandem

Secret ist eine App, die es den Nutzern erlaubt, im Kreise von Freunden, Freunden von Freunden und öffentlich Nachrichten anonym zu teilen. Sie unterscheidet sich dadurch von anderen anonymen Apps wie PostSecret, Whisper und Yik Yak, dass sie primär dazu gedacht ist, Nachrichten mit Freunden zu teilen, und es so interessanter und mehr zur Gewohnheit macht, Aktualisierungen zu lesen.

8) Facebook Rooms

Facebook hat den Erfolg der eher anonymen Medien deutlich erkannt – denn immer, wenn etwas Neues und Interessantes auftaucht, wird es aufgekauft, so wie bei Instagram und WhatsApp. Oder Facebook ruft selbst eine Ergänzung ins Leben, wie sie es mit der app Rooms gemacht haben. Rooms ist ein privates und anonymes Chatforum, das es Nutzern mit gemeinsamen Interessen gestattet, kleine Chaträume einzurichten – ohne die Notwendigkeit, Name oder Ort zu teilen.

10 gute Ratschläge für die Kommunikation auf sozialen Plattformen

1) Ord skal være god valuta

Wörter müssen eine brauchbare Währung sein In der onlinebasierten sozialen Welt sind alle Autoren – denn alle schreiben. So hat es Ann Handley, MarketingProfs, ausgedrückt. Wie also hebt man sich von der Menge an Worten ab? Man tut es durch die Qualität des Inhalts. Der „Autor“ muss sich daher anstrengen und den Fokus auf den Inhalt richten, der entweder Interesse weckt oder die Werte der Fokusgruppe anspricht. Das gilt für alle – vom Geschäftsführer bis zum Marketingleiter, Vetriebsleiter, IT-Chef und Kundendienstmitarbeiter. Alle erzählen sie der Welt, wer sie sind, und was sie für den Empfänger und den Markt tun können. Unsere Worte – Ihre Worte – müssen ihr Geld „wert sein“, wenn Sie in den sozialen Netzwerken Erfolg haben wollen.

2) Seien Sie lokal – sozial – sprechen Sie die Sprache Ihrer Kunden

Wie im Artikel „Soziale Netzwerke – Fakten und Trends“ erwähnt, richtet sich der Fokus immer mehr darauf, Inhalte in der Sprache zu schaffen, die die spezifische Zielgruppe spricht. Es geht also nicht mehr nur darum, qualitativen Inhalt in einer Sprache zu erzeugen. Es geht in hohem Maße darum, den Inhalt zielgerichtet an die verschiedenen örtlichen Märkte anzupassen – sprachlich ebenso wie kulturell. Wenn Sie in den sozialen Netzwerken weltweit Erfolg haben wollen, benötigen Sie daher eine Strategie und ein Verfahren, um gute örtliche Kampagnen durchzuführen.

3) Erschaffen Sie Geschichten, die andere teilen – oder lassen Sie sie selbst berichten

Der Antropologe Bob Deutsch, der für Fast Company schreibt, meint, dass die am häufigsten gestellte Frage in den sozialen Netzwerken lautet: „Ja, und?“. Jeder in den sozialen Netzwerken möchte eine eigene Marke darstellen, diese präsentieren und möchte, dass er „gefällt“, man ihn sieht, ihm folgt und ihn nachahmt. Es geht eigentlich nur um die Selbstdarstellung – für die Firmen ebenso wie für Einzelpersonen. Die Marke muss daher im Vordergrund stehen und Teil der eigenen Geschichte des Nutzers werden. Beziehen Sie die Nutzer ein, erschaffen Sie Inhalte, die gern geteilt werden, und über die gesprochen wird, oder noch besser – lassen Sie sie die Geschichten erzählen, die Sie brauchen.

4) Die Geschichte muss drei Dinge haben: Zweck, Zweck und Zweck

Das Geschichtenerzählen war jahrelang der direkte Weg zu den Geldbeuteln der Verbraucher. Viele Jahre lang haben wir uns darauf konzentriert, eine Geschichte mit dem Produkt zu verknüpfen, durch die es sich von dem der Mitbewerber unterschied und für den Käufer einen direkten „Signalwert“ hatte. Das reicht nicht mehr. Das Geschichtenerzählen ist nicht genug. Heute muss die Geschichte größer sein und etwas in uns ansprechen. Die Forderung der Verbraucher lautet, dass eine Marke einen Zweck anbietet, der über den konkreten Wert des Produkts hinausgeht. Wir beschäftigen uns als Verbraucher mehr damit, wofür eine Marke steht, wer sie sind, und wie die Geschichte zu unserer eigenen passt und in Bezug auf das Leben Sinn macht, das wir anstreben.

5) Empathie

Der Weg zum Erfolg in den sozialen Netzwerken hat mehrere Schlüsselwörter. Eines davon lautet Empathie. Ein wichtiges Schlüsselwort. Denken Sie daran, wenn Sie Kommunikation schaffen? Es ist wichtig, denn der Nutzer steht im Mittelpunkt – zumindest sollte er das. Es geht um seine oder ihre Bedürfnisse, Wünsche und Träume. Um den Nutzer anzusprechen, müssen Sie relevant, bescheiden und begabt sein und dazu beitragen, das Leben schöner zu machen. Bedenken Sie auch, dass wir es gewohnt sind, in den sozialen Netzwerken unterwegs zu sein und sofort merken, wenn Sie versuchen, etwas zu verkaufen. Und denken Sie daran – heutzutage teilen wir unsere Ansichten gnadenlos mit Kollegen, Freunden und den Freunden der Freunde.

6) Kundeservice „ist der Schlüssel“

Wenn Ihr Unternehmen etwas auf Facebook, Twitter oder LinkedIn veröffentlicht hat, muss jemand bereitstehen, auf Kundenanfragen zu antworten. Rund um die Uhr. Aber Hootsuite zufolge muss Kundendienst heutzutage mehr als nur das „Vaterunser“ enthalten. Er muss auch einen holistischen Blick auf das Engagement des Kunden werfen. Für Kunden besteht kein Unterschied zwischen Kundendienst und dem übrigen Geschäft – für sie ist alles ein und dieselbe Marke.

7) Content Management muss ein strategischer Fokusbereich sein

Wir werden mit Inhalten bombardiert, warum also sollten wir gerade Ihren lesen? Erfolg in den sozialen Netzwerken zu haben, erfordert die richtige Kombination aus Kommunikation, Werbung und PR. Gründliche Segmentierung, Kenntnis über den Verbraucher und die Fähigkeit, den Zweck des Produkts durch wohlformulierte Kommunikation zu erklären und zu verdeutlichen – in Form von Worten, Bilder und Sound – sind wichtiger als je zuvor. Hinzu kommen SEO und neue Kenntnisse aus den digitalen Spuren der Verbraucher. Und wenn Sie auf den langfristigen Erfolg abzielen, müssen Sie Google BrandLabs zufolge sicherstellen, dass sich ein inhaltlich Verantwortlicher im Unternehmen um die Strategie, die Produktion und nicht zuletzt die Qualität kümmert.

8) Humor

Laut Cisco Systems und Copyblogger Media wird ein Trend, der bereits 2014 einsetzte, 2015 noch zunehmen. Die Nutzung von Humor. Im Zuge dessen, dass die Unternehmen versuchen, einen authentischen Onlinekontakt zu ihren Kunden herzustellen, vor allem mit der neuen kaufstarken Generation Y und den „Millennials“, öffnen immer mehr den Blick dafür, dass ein netter Witz oder eine lustige Idee der beste Weg zur Schaffung von Vertrauen und Loyalität sind. Humor muss natürlich immer sorgsam und genau bedacht angewendet werden, aber dies ist eine Tendenz, die es sich lohnt, bei der Strategie zu berücksichtigen.

9) Denken Sie daran, dass 66 % der Nutzer das Handy für die sozialen Netzwerke benutzen

Wenn Sie in den sozialen Netzwerken kommunizieren, dann denken Sie daran, dass die meisten Nutzer von ihrem Handy aus lesen, posten, schreiben und antworten. Das erfordert kurze, präzise und einfache Kampagnen, die die Vor- und Nachteile des Mediums berücksichtigen. Das beste ist natürlich, wenn der Nutzer direkt vom Handy aus agieren kann, ohne auf eine externe Website gehen zu müssen.

10) Sie müssen es wollen!

Selbstsagend kommt man nicht im Schlaf zum Erfolg in den sozialen Netzwerken. Die Unternehmen werden sich 2015 weiterhin rüsten, um Daten zu bearbeiten, zu analysieren und zu verwenden, um Erfolg zu schaffen.

  • 68 % der amerikanischen Organisationen haben ein separates digitales Marketingbudget, das ca. 25 % des Gesamtmarketingbudgets ausmacht. Diese Zahl wird 2015 erwartungsgemäß ansteigen.
  • 98 % der Unternehmen werden 2015 das digitale Marketing forcieren.
  • 69 % der Unternehmen verwenden mehr Zeit darauf, Inhalte zu produzieren, als noch vor einem Jahr. 2015 wird mehr Zeit und werden weitere Ressourcen eingesetzt. Quelle: Social Media Today

Alle rüsten sich. Weil sie es wollen! Um also in dieser Liga mitzuspielen, ist Aufrüstung ein Muss.