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Wie passt man ein Video für einen anderen Markt an?

Video ist der stärkste Trend bei Visueller Kommunikation.

Adapt Video Clapboard
Foto: Will Jackson

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen Produkte – verständlicherweise – eher nicht kaufen, wenn sie darüber etwas auf einer Webseite in einer Sprache lesen, die sie nicht verstehen. Dies hängt jedoch in großem Umfang von der Marke des Produkts ab. Manche Marken sind z. B. im Bewusstsein der Menschen als Trend-Qualitätsprodukte so verankert, dass sie keine weiteren Informationen darüber mehr brauchen. Doch viele andere Produkte erfordern eine nähere Präsentation.

Ein Video kann dabei – sogar ganz ohne Worte – sehr viel mehr über ein Produkt erzählen, als ein langer Text über ein bestimmtes Produkt. Ein Produktvideo hat selbstverständlich eine größere Durchschlagskraft, wenn es der Sprache und der Kultur des Landes angepasst ist – oder sogar vor Ort gedreht wurde. Nicht jeder Menschenschlag kann über den gleichen Witz lachen, um es kurz zu machen! Doch für bestimmte Produkte ist die Erstellung einer kompletten Lokalisierung nicht erforderlich – hier reichen Untertitel oder Synchronisation aus.

Ein Video besteht meistens aus Ton und Bildern, wenn Sie also eine Lokalisierung eines Videos planen, ist es wichtig, dass Sie an beide Elemente denken:

  • Sollen der „Ton“ und damit die „gesprochenen Wörter“ übersetzt und dann wieder als „gesprochene Worte“ in der Landessprache eingefügt werden? Oder soll die aktuelle Version – jedoch mit landessprachlichen Untertiteln – beibehalten werden?
  • Und was ist mit möglichen Texten für Bilder und grafische Darstellungen? Sollen diese Elemente auch angepasst werden?

Darüber hinaus müssen Sie Folgendes entscheiden:

  • Das Format: In welchem Format ist das Video und in welchem Format soll es wieder zurückkommen? Im gleichen Format oder in mehreren Formatarten? Dabei ist es auch wichtig, darüber nachzudenken, wo das Video veröffentlicht werden soll.
  • Manuskripte mit Zeitcodes: Manuskripte mit Zeitcodes werden bei „Sprache“ und „Untertiteln“ genutzt. Liegt schon ein Manuskript mit Zeitcodes vor oder soll dies Ihr Übersetzungsbüro erarbeiten?
  • Sprecher-Kriterien: Soll die „Sprache“ jung, frisch und locker klingen? Oder soll es formal, ernst und konservativ sein? Es ist wichtig, dass Sie sich klar machen, was Sie bevorzugen. Darum müssen Sie Entscheidungen in Bezug auf Stil und Ton treffen, zum Beispiel, welches Geschlecht der Sprecher haben soll.