Soziale Netzwerke –
Fakten und Trends
 

Soziale Netzwerke

Bei der Entwicklung der digitalen sozialen Welt am Ball zu bleiben, kann schwierig sein. Deshalb erhalten Sie hier einige interessante Fakten und Trends über die sozialen Netzwerke.

Fakten – was war 2014 auffällig?

Die Anzahl Nutzer steigt weiter an

2010 gab es der amerikanischen Statista.com zufolge etwa eine Milliarde monatlicher Nutzer der sozialen Netzwerke weltweit. Im August 2014 meinte der Global Web Index, dass die monatliche Anzahl Nutzer sozialer Netzwerke die zwei Milliarden-Grenze überschritten hat! Und es ist noch lange nicht Schluss. 2015 wird man voraussichtlich noch mehr Nutzer sozialer Netzwerke verzeichnen.

Social Media Use 2015
Quelle: We Are Social.

Facebook scheint weiterhin unantastbar zu sein

We Are Social zufolge ist Facebook mit 1,184 Mrd. Nutzern auf globaler Ebene der König unter den sozialen Netzwerken. Facebook annonciert selbst mit 1,35 Mrd. Nutzern. Aber egal, wie die genauen Zahlen tatsächlich lauten, so hat das Time Magazine geschätzt, dass Facebook 2014 − pro Monat − 100 Mio. neue Nutzer verzeichnen konnte. Und niemand rechnet unmittelbar damit, dass diese Zahl 2015 schrumpfen wird.

Active users by Social Platform 2014
Quelle: We Are Social.

QQ ist mit einem guten zweiten Platz eine Kommunikations-App, die sich mit mehr als 800 Mio. Nutzern brüsten kann. QZone auf dem dritten Platz ist ein chinesisches Pendant zu Facebook und hat folglich die meisten Nutzer in China, während Facebook also der „Gewinner“ auf globaler Ebene ist. Weiter unten auf der Liste stehen Google+ mit 300 Mio. Nutzern, LinkedIn mit 259 Mio. Nutzern und Twitter mit 232 Mio. Nutzern. Und jeder geht davon aus, dass diese ansehnlichen Mengen an Nutzern weiterhin ansteigen werden.

Hier eine aktualisierte Übersicht vom Januar dieses Jahres. Facebook liegt auch weiterhin ganz vorn.

Active users by Social Platform 2015
Quelle: We Are Social.

Der Zugang zum Internet wächst

Es besteht immer noch ein großer Unterschied beim Internetzugang in der Welt – selbst innerhalb Europas. Das beeinflusst natürlich auch den Zugang zu den sozialen Netzwerken. Nordamerika ist führend, wo ganze 88 % der Bevölkerung Zugang zum Internet haben. Hiernach kommt Westeuropa mit 81 %. Ozeanien mit Australien und Neuseeland liegt mit 69 % an dritter Stelle, während in Mittel- und Osteuropa nur 58 % Zugang zum Internet haben. 2015 wird erwartet, dass weitere Nutzer einen Internetzugang erhalten, wobei vor allem der mobile Zugang wachsen wird.

Internet use - Regional
Quelle: We Are Social.

Time Spent on Social Media 2015
Quelle: We Are Social.

Mobiltelefone erobern die Welt

Zwei Drittel aller, die sich 2014 auf den sozialen Plattformen angemeldet haben, haben Social Media Today zufolge dafür Mobiltelefone genutzt. Diese Zahl wird 2015 weiter ansteigen, und Social Media Today geht davon aus, dass der stärkere Gebrauch von Mobiltelefonen dazu führen wird, dass 70 % sämtlicher digitalen Werbung 2018 für Smartphones maßgeschneidert sein wird.

Mobile Growth
Quelle: We Are Social.

Was passiert eigentlich mit diesem Google+?

Google+ ist nie zu dem geworden, was Google gehofft und erwartet hat. Und nichts deutet darauf hin, dass das 2015 passieren wird. Im Verhältnis zu beispielsweise Facebook ist Google+ fast eine Geisterstadt − auch, wenn dort tatsächlich 300 Mio. Nutzer registriert sind.

Instagram boomt

Instagram ist zweifellos der „Ort“, an dem man Fotos und Videos austauscht – denn gerade Instagram konnte 2014 ein explosives Wachstum verzeichnen und war im Oktober stolz darauf, mehr aktive Nutzer als Twitter zu haben. Inzwischen gibt es 300 Millionen Nutzer, die täglich mehr als 70 Millionen Fotos oder Videos auf Instagram teilen.

Instagram vs Twitter
Quelle: Quartz.

Soziale Trends, die man sich notieren sollte

Seien Sie lokal – sozial. Sprechen Sie die Sprache Ihrer Kunden

Als Verbraucher haben wir hohe Erwartungen, dass Sie mit uns kommunizieren, als würden Sie uns kennen. Sie müssen wissen, wovon wir träumen – geschäftlich, wenn es um B2B geht, und privat bei B2C. Die Zeit der großen internationalen Kommunikationskampagnen, die auf allen Märkten „gleich“ verlaufen, ist daher so gut wie vorbei. Auch, wenn es um soziale Kampagnen geht. Um Durchschlagskraft und Relevanz sicherzustellen, müssen Sprache, Terminologie und Kultur örtlich verankert sein – ansonsten geht die Botschaft verloren, und Ihre sozialen Initiativen haben nicht den erwarteten Erfolg. Aus diesem Grund werden wir 2015 Social Media Today zufolge einen Anstieg „örtlicher“ Kampagnen verzeichnen.

“If you talk to a man in a language he understands, that goes to his head. If you talk to him in his language, that goes to his heart.” ― Nelson Mandela

YouTube und Vloggers – die neuen Stars

Das Neueste auf YouTube sind die jungen YouTube-Stars – auch Vloggers genannt. In den USA wurden Journey9 zufolge allein durch YouTube Stars „geboren“, die man auf die roten Teppiche einlädt, die Bücher herausgeben und Make-up-Kollektionen, Kleidungskollektionen sowie andere Dinge auf den Markt bringen, für die Nutzer gern ihr Taschengeld ausgeben. Vloggers sind die neuen Reality-Stars.

Die „smarten“ Geräte werden sozial

Billigere Sensoren haben Time Magazine zufolge zu einer Explosion der Entwicklung von „smarten Geräten“ geführt. Angefangen von Haushaltsgeräten für Thermostate, Badezimmerwaagen und Kühlschränken bis zu Wearables (am Körper getragenen Computern), wie Fitnessarmbänder und Smartwatches werden überall Daten erfasst und drahtlos über das Internet gesendet – wie z. B. bei Endomondo, die viele nutzen und lieben. Mehrere dieser Geräte senden bereits jetzt Daten an Facebook, Twitter und andere Netzwerke, die man als Nutzer dann teilen kann – und dieser Trend setzt sich 2015 fort!

Von Big Data zu Massive Data

Es ist ganz klar, dass bei dieser enormen Menge an Daten aus den sozialen Netzwerken und IoT (The Internet of Things) völlig neue Anforderungen an die Datenerfassung und Datenverarbeitung in den CRM-Systemen der Unternehmen gestellt werden, wie u. a. die amerikanische Verizon Entreprise Solutions unterstreicht. Nicht zuletzt, wenn die Verbraucher Relevanz und Verständnis für ihr Leben und ihren Alltag fordern.

Googles Analytics Advocate zufolge ist die Technologie bereits für die massiven Daten bereit, und auf dem Markt stehen auch die Analytiker bereit, um 2015 zu dem Jahr zu machen, in dem die digitalen Messungen ihre Durchschlagskraft beweisen. Dies erfordert jedoch ein gewisses Verständnis für die unternehmensübergreifende Erfassung und Bearbeitung der Daten – und allein das ist ressourcenaufwendig.

Soziale Netzwerke = Supermarkt und Bank

Träumen Sie davon, direkt aus Ihrem Facebook- oder Twitter-Konto shoppen gehen zu können? Facebook und Twitter sollen nämlich Betaversionen von „Kaufschaltflächen“ getestet haben, durch die man direkt aus seinem Facebook- oder Twitter-Konto shoppen gehen kann. Facebooks Version einer „Kaufschaltfläche“ soll dem Nutzer auch die Möglichkeit bieten, Geld über den Messenger zu senden – um auch so Zeit, Geld und Gebühren zu sparen.

Große Marken werden eigene Verlage benötigen

„Content Marketing“ war 2014 eines der größten Modewörter. Inhalte sind die Zukunft, aber wenn alle Inhalte erschaffen, wird die Qualität der Inhalte noch viel wichtiger. Und um ausreichend Inhalte in angemessen hoher Qualität zu erschaffen, werden sich immer mehr Unternehmen nach zusätzlicher Unterstützung und weiteren Ressourcen umsehen müssen. Biz Community aus Südafrika geht davon aus, dass sich immer mehr Unternehmen in den Verlagsbereich begeben oder selbst Redaktionen beschäftigen, um die große Menge an notwendigen Qualitätsinhalten zu erzeugen! Kleinere Unternehmen werden sicher vorerst das Outsourcing an die vielen neuen „Content-Büros“ nutzen.

Aber egal, wie die Entwicklung der sozialen Netzwerke 2015 aussehen wird, so geht es doch vor allem darum, eine klar definierte Strategie, Instrumente, die richtigen Inhalte und kompetente Ressourcen zu haben, die gut auf die „Schlacht“ auf den vielen Plattformen vorbereitet sind. Wenn diese Faktoren geklärt sind, hat man eine gute Chance, in der „sozialen Liga“ mitzuspielen.