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Social Media
Trends

Was ist los in der Welt der Social Media?

Das neue Jahr steht vor der Tür. Lassen Sie uns zurückblicken auf den Stand der Social Media 2018 und schauen, welche Trends wir 2019 im Auge behalten sollten.

Bevor man sich eingehender mit den Besonderheiten von Social Media beschäftigt, sollte man verstehen, wie es um den globalen digitalen Raum steht. Laut Hootsuites Quartalsbericht , umfasst die Weltbevölkerung jetzt 7,6 Milliarden Menschen. Angeblich können 54 % der Weltbevölkerung als aktive Internetnutzer und 44 % als aktive Social-Media-Nutzer eingeordnet werden. Seit 2017 ist die Zahl aktiver Social Media-User um 11 % auf 328 Mio. gestiegen, was bedeutet, dass das Wachstum an mobilen Nutzern seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat.

Was 2018 auffiel

Allgemeiner Rückgang der Facebook-Nutzung.

Es war ein hartes Jahr für Facebook. Das Unternehmen befand sich im Zentrum einer Medienkrise, was zu einem zunehmenden Misstrauen geführt hat. Die Menschen glauben nicht länger, das Facebook ihre Daten vertraulich behandelt oder „Fake News“ aus ihrem Newsfeed herausfiltert. Die Plattform ist zu einem Ort geworden, an dem Menschen Gerüchte oder Halbwahrheiten verbreiten, und Meinungen manchmal über alles andere gestellt werden. Das hat inzwischen sogar Auswirkungen auf unsere politische Realität und ist vermutlich weit von dem entfernt, was Mark Zuckerberg und Co. sich vorgestellt hatten, als sie die Menschheit miteinander verbinden wollten.

Das wachsende Misstrauen in Facebook zeigte sich zudem, als Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg zu einer offiziellen Anhörung vor den U.S.-Kongress geladen wurde, was den Wunsch nach mehr Transparenz im Umgang mit personenbezogenen Daten erkennen ließ.

SoMe Markennutzung

Dieses Misstrauen führte zu einem abnehmenden Interesse an Facebook.

In den USA ist die Nutzerzahl innerhalb eines Jahres von 67 % auf 62 % gesunken, was das Nutzerwachstum des Unternehmens um zwei Jahre zurückgeworfen hat. Im Vergleich ist Facebook in Dänemark um lediglich 2% gesunken. Man könnte argumentieren, dass Facebook als Plattform Teil eines größeren Ökosystems mit Instagram und Messenger ist, und die Art und Weise, wie die Menschen die Plattformen nutzen, sich verändert hat. Instagram wächst weiterhin massiv, und Messenger hat sich zu einem integralen Bestandteil von Kommunikation entwickelt. Wenn man sich dieses Ökosystem anschaut, sind Nutzer wahrscheinlich einfach von einer Plattform auf die andere umgestiegen.

Facebook war schon immer eine All-in-One-Lösung, und das rückläufige Interesse ist womöglich Folge eines Überflusses an Wahlmöglichkeiten und Informationen. Nutzer-Verhalten ist jetzt fokussierter und Nutzer wünschen sich ein maßgeschneidertes Erlebnis.

Wenn diese Entwicklung sich fortsetzt, scheint es einleuchtend, dass die tägliche Nutzung des „zu großen, zu lauten und einfach zu alles Facebook“ in den nächsten Jahren abnehmen wird. Angesichts sinkender User-Zahlen wird Facebook weitere Schritte unternehmen, um durch eine noch höhere Priorisierung von Freunden und Familie persönlicher zu werden, und den Fokus auf Transparenz und Regulierung zu legen.

Der Kampf der Giganten - Snapchat gegen Instagram

Storytelling als Konzept ist bereits seit einiger Zeit ein wesentliches Element des digitalen Marketings und der Social Media-Kampagnen. Die Social Media-Plattformen von heute sind perfekt dafür ausgelegt, eine Story um ein Produkt oder eine Marke zu gestalten, weil sich alles um die Story dreht, richtig? Für das visuelle Storytelling gibt es keine bekannteren und besseren Plattformen als Instagram und Snapchat. 

Snapchat und Instagram

Seit der Lancierung von Snapchat 2011 können User anderen Usern auf der ganzen Welt Multimedia-Nachrichten schicken, und die Anzahl registrierter User ist förmlich explodiert. Snapchat hat es geschafft, authentische kleine Einblicke ins Leben anderer zu gewähren, und die User lieben es. Es ist jedoch nicht einfach, an der Social Media-Spitze zu bleiben, und in den letzten Jahren hat Instagram hart daran gearbeitet, Snapchat vom Thron zu stoßen. Bedauerlicherweise für Snapchat ist Instagrams böser Masterplan einigermaßen gelungen. 

Nachdem Instagram die Story-Funktion von Snapchat kopiert hatte - ja, Instagram hat sogar zugegeben, eine direkte Kopie in seiner Plattform implementiert zu haben -, hat es Snapchat vom Thron gestoßen und den ständigen Kampf um die Zeit und Inhalte der User begonnen.

Laut Umfragen hat Snapchat täglich ungefähr 186 Millionen User, während Instagram bereits über 500 Millionen User täglich und insgesamt 1 Milliarde registrierte User weltweit zählt. Instagram stellt ständig neue Funktionen vor, z. B. kann man seine Story inzwischen mit Musik unterlegen, und es gibt interaktive Elemente, wie den Fragen-Sticker. Nichts weist darauf hin, dass das Wachstum abnimmt oder stoppt. 

Wirft man einen Blick auf die 20 Instagram-Konten mit den meisten Followern, finden sich lediglich drei Marken (Instagram, National Geographic und Nike), und der Rest sind Promis. Obwohl dies verdeutlicht, dass es nicht einfach für eine Marke ist, es unter die Top Ten zu schaffen, zeigt es auch eine offene Tür. Sich einige der Learnings dieser Marken anzueignen, könnte neue Opportunities schaffen.

Instagram-Konten mit den meisten Followern

Laut Umfrage haben 30 % aller Marken im Jahr 2018 Storys in ihre Markenstrategie aufgenommen, im Vergleich zu 8 % in 2017.

Influencer-Marketing

Wenn wir über Multimedia Social Media-Plattformen und insbesondere Instagram sprechen, kommen wir nicht um das Influencer-Marketing herum. 
Grundsätzlich ist Influencer-Marketing wie eine Kreuzung aus alten und neuen Marketinginstrumenten, die die Idee der Unterstützung eines Promis/Bloggers nehmen und in einer modernen, inhaltsgesteuerten Marketingkampagne auf Social Media-Plattformen verpacken.

Diese Marketingmethode ist aufgrund der bereits genannten Gründe inzwischen äußerst beliebt - nämlich, dass User Promis auf Social Media lieber folgen, als Marken. Wenn Menschen also sehen, dass Cristiano Ronaldo und Neymar Fotos darüber posten, wie sehr sie die Fußballschuhe von Nike lieben, sind ihre Follower geneigter das nächste Mal, wenn sie selbst neue Fußballschuhe brauchen, Nike anstatt Adidas zu wählen. Jeder will einfach wie sein Idol sein.

Diese Influencer-Kampagnen sind jedoch nicht preiswert. Untersuchungen zeigen, dass Marketers in Großbritannien bereit sind, Top-Influencern für die bloße Erwähnung ihrer Marke auf Social Media-Kanälen mehr als 75.000 Pfund zu zahlen. Und 39 % der Marketers erklären, dass dies ein Teil ihrer gegenwärtigen Marketingstrategie ist. Um beim obigen Beispiel zu bleiben: jeder gesponserte Beitrag mit Cristiano Ronaldo kostet Nike schätzungsweise 750.000 $. Influencer-Marketing ist das große Geld.

Messenger-Apps

Drei der fünf beliebtesten sozialen Plattformen mit insgesamt 4 Milliarden Usern weltweit sind Messenger-Anwendungen, mit denen der User Nachrichten direkt an Personen in seinem Netzwerk schicken kann, ohne eine Telefonnummer zu benötigen. Facebook Messenger allein hat 1,3 Millionen User monatlich, was ihn zu einem entscheidenden Teil des Facebook-Ökosystems macht.

Die wichtigsten weltweiten sozialen Plattformen aktiver User

Die Gesamtzahl an Usern der vier meistgenutzten Messaging-Apps übertrifft sogar die vier meistgenutzten Social Media-Plattformen. Messaging-Apps legen weiterhin beeindruckend zu.

Der Aufstieg des Social Messaging

2018 haben viele Marken diese Messenger-Apps integriert und Chatbots zu einem Teil ihrer Kundenservice-Strategie gemacht. Untersuchungen haben ergeben, dass 56 % der User lieber eine Nachricht als einen Anruf von Unternehmen bekommen, und über 50 % erklären , dass sie dazu neigen, Produkte von Unternehmen zu kaufen, die einfach zu erreichen sind. Diese Zahlen veranschaulichen einen Bedarf an der einfachen Erreichbarkeit von Marken über Social Media-Plattformen.

DSGVO

Diese fünf Buchstaben lassen vielen Marketers einen kalten Schauer über den Rücken laufen, und stehen für eine zunehmende Hürde für Unternehmen. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist ein EU-Gesetz, das den Schutz und die Privatsphäre aller Menschen betrifft. Laut diesem neuen Gesetz müssen Marken die Art und Weise, wie sie private Kundendaten speichern und wie sie Kundendaten verwenden, neu überdenken.

Besonders Marketingkampagnen und Targetings sehen sich durch die DSGVO fundamentalen Veränderungen ausgesetzt.

Was wird 2019 bringen?

Transparenz

Eine Konsequenz der DSGVO und der Krise von Facebook ist, dass Transparenz für Internetnutzer immer wichtiger wird. Viele Unternehmen und Marken fangen jetzt an, ihre Unternehmen transparenter zu gestalten. Potenzielle Schwachstellen und Probleme werden benannt, und Dialoge mit den Kunden werden angestoßen. Für viele Marketers ist dieser Ansatz genauso riskant wie unbequem.

Sich für eine wechselseitige Kommunikation zu öffnen, kann sich letzten Endes jedoch auszahlen. Ein gutes Beispiel dafür ist Buffer, eine Social Media-Managementlösung. Ihr Mantra „Default to transparency“ - Transparenz als Standard - öffnet ein Unternehmen nach innen und außen, indem Informationen zu Gehältern, Preisgestaltung und Grundwerten auf der Webseite geteilt werden.

Wie transparent ist Ihre Marke?

Social Media als neue E-Commerce-Plattform

Instagram hat die Tür zu einem neuen Shopping-Erlebnis bereits geöffnet.

Man hat es Marken ermöglicht, Produkte über die Shopping-Funktion, die für Newsfeed-Fotos und Storys verfügbar ist, zu vermarkten und zu verkaufen. Beiträge mit dieser Funktion haben einen winzigen Warenkorb oben rechts, und durch Anklicken von „Jetzt shoppen“ wird der User direkt in den Webshop der Marke geleitet.

2019 wird mit einem Anstieg der Shopping-Funktion gerechnet, was neue E-Commerce-Plattformen und Möglichkeiten schaffen wird.

Livestream

Etwas, das seit Jahren zunimmt, ist Livestreaming. Untersuchungen zeigen, dass fast ein Drittel der Internetnutzer (ca. 28 %) 2018 einen Livestream gesehen haben. Besonders Marken, die es auf den asiatischen Markt abgesehen haben, denken darüber nach, Livestreaming aufgrund des hohen Interesses in der Region in ihre Marketingstrategie aufzunehmen.

Der Aufstieg des Livestreaming

Laut Facebook Live haben Live-Videos eine sechs Mal höhere Beteiligung und Reichweite als vorproduzierte Videos, die nicht live sind. Das erklärt, warum 61 % der Marketers planen, die Verwendung von Live-Videos zu steigern, und 69 % ihre diesbezüglichen Optionen prüfen. 2017 haben Live-Videos um 14 % zugenommen, und ein Rückgang ist nicht in Sicht.

Erweiterte Realität

Amazon erforscht, wie man erweiterte Realität (ER) nutzen kann, um Kunden zu helfen, Kleidung virtuell anzuprobieren und Produkte auf neue Art zu erforschen. Snapchats Geofilter und Linsenfunktionen wurden an viele standortspezifische Marketingkampagnen angepasst, und Generation Z hat hohe Anforderungen an die technischen Möglichkeiten von heute. ER und virtuelle Realität werden in den nächsten Jahren voraussichtlich eine entscheidende Rolle spielen, und Marken müssen darauf vorbereitet sein, in neue Möglichkeiten und Technologien zu investieren.

Nutzergenerierte Inhalte

Social Media-Strategien mussten neu überdacht werden, als die organische Reichweite der Social Media begann, rasch abzunehmen. Unternehmen mussten sich im Kampf mit den Social Media-Algorithmen nach anderen Materialquellen und Wegen umschauen.

Nutzergenerierte Inhalte waren die Antwort, insbesondere auf Instagram. An nutzergenerierten Inhalten ist häufig ein Influencer beteiligt, also jemand mit Anziehungskraft und Beliebtheit auf YouTube und anderen Social Media-Plattformen. 45 % der User sind mindestens einmal am Tag nutzergenerierten Inhalten ausgesetzt, und nutzergenerierte Inhalte, die Marken erwähnen, werden bewiesenermaßen sieben Mal mehr geschaut und wecken sieben Mal mehr Vertrauen, als gewöhnliche Anzeigen. Nutzergenerierte Inhalte haben sich unweigerlich zu einer beliebten neuen Marketingmethode entwickelt.

Social Media schlafen nie

Das gilt für Nutzerverhalten ebenso, wie für Entwicklung und Technologie. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass Social Media den Marken, die ihrer Zeit voraus sein möchten, überwältigend und übermäßig anstrengend erscheinen. Manchmal reicht es jedoch aus, Ihre Kunden zu kennen und bereit zu sein, Ihre Grenzen ein kleines Bisschen zu verschieben.