Webtexten
 

So arbeiten Sie optimal mit Webtexten!

Genau in diesem Augenblick sind Sie online. Nun gut, ich verstehe: „Kein Wunder!“. Sie wären ja anderenfalls auch nicht in der Lage, diese Zeilen zu lesen. 

Heute sind wir tatsächlich per Computer, Tablet oder Smartphone fast die ganze Zeit über online. Und die Jüngeren unter uns – die digitalen Empfänger der Zukunft – halten sich bestimmt nicht zurück, wenn es darum geht, online zu sein: Teenager sind durchschnittlich 27 Stunden pro Woche online, was einer Verdreifachung innerhalb von zehn Jahren entspricht. Das ist keine Kleinigkeit. Sie passt aber gut zu der Tatsache, dass vor etwa 93 % aller Kaufentscheidungen eine Suche im Internet steht. 

Online? Ja, vor wenigen Sekunden, in diesem Augenblick und gleich schon wieder.

Internet Translation

Ist Ihre Webseite darauf vorbereitet? 

Wir sind häufiger online als jemals zuvor. Ist Ihre Webseite eigentlich auf eine solch hohe Nutzung vorbereitet? Ist sie reaktionsschnell und bereit, die Besucher zu empfangen und ihnen zu helfen, ganz unabhängig von der Plattform? Ist sie mit Blick auf die Zielgruppe und die Erfahrungen aufgebaut, die diese auf der Seite machen soll? Bieten Sie die Möglichkeit zu einem Dialog mit potenziellen und vorhandenen Kunden über Chats, Kontaktformulare, E-Mail und soziale Netzwerke? Sind Ihre Seiten suchmaschinenoptimiert? Und so weiter.

Dies sind nur einige der vielen Aspekte, die man beachten sollte, wenn man sich in die digitale Welt begibt. Alles ist im Wandel begriffen – ständig. Und für die digitale Welt gilt dies vielleicht noch mehr als für die reale. Spucken Sie also in die Hände und sorgen Sie dafür, dass Ihr Motor gut geölt ist – sonst geraten Sie ins Hintertreffen.

Unter uns: einige Tipps für Übersetzungen auf Webseiten...

Haben Sie es bemerkt? LanguageWire hat eine neue Webseite eingeführt – zunächst in fünf Sprachen. Weitere sollen in Zukunft folgen.

Die Verantwortung für die Inhalte lag bei mir – für alle Sprachen. Das bedeutet, dass ich als „Bestellerin und Käuferin von Übersetzungen“ agiert habe. Mit meinen zwölf Jahren in der Branche und meiner Erfahrung als Projektmanagerin und Beraterin habe ich zum Glück eine solide Grundlage, um optimale Abläufe zu planen und umzusetzen, ohne Abstriche bei den sprachlichen Produkten zu machen. Alles ist daher reibungslos abgelaufen.

Ich bin sicher, dass Sie sich das als Käufer von Übersetzungen auch so vorstellen!
Darum möchte ich Ihnen einige von meinen Erfahrungen, Tipps und Tricks weitergeben.

Also möchte ich Ihnen einige gute Tipps an die Hand geben, die auf einem nicht zu nerdigen Niveau sind. Wenn Sie ein konkretes Webprojekt in der Planung haben und dieses weiter ausarbeiten möchten, wenden Sie sich jederzeit gern an uns – wir beraten Sie.

Planung, Planung, Planung...

Das Ganze hat etwas von einer gelungenen Individualreise. Es geht darum, das Reiseziel im Voraus zu kennen, die Strecke mit allen denkbaren Hindernissen unterwegs zu planen und dafür zu sorgen, dass der Motor gut geölt und eingestellt ist. Dann wird die Reise angenehm und witzig – und nicht anstrengend und langweilig.

Automotive and Transportation

Worauf müssen Sie achten?

  1. Prozess- und Zeitplanung
  2. Technik
  3. Inhalt: Design, Text und Bilder
  4. Übersetzung
  5. Prüfung/Freigabe
  6. Einführung

1) Prozess- und Zeitplanung

Verschaffen Sie sich einen Überblick und gewinnen Sie alle Beteiligten für das Projekt – sowohl im Blick auf das allgemeine Ziel als auch auf die einzelnen Teilelemente. 

Gehen Sie konzentriert an die Sache:

  1. Geben Sie dem Webprojekt eine Überschrift und setzen Sie ein realistisches Datum für die Einführung. 
  2. Bestimmen Sie die Teilelemente und Teillieferungen des Projekts und listen Sie diese auf.
  3. Bestimmen Sie die internen und externen Ressourcen, die Sie brauchen, und listen Sie diese auf. 
  4. Entwerfen Sie einen Zeitplan, wann die verschiedenen Teillieferungen abgegeben werden sollen und welche Ressourcen dafür jeweils zuständig sind.
  5. Beteiligen Sie alle Ressourcen, interne wie externe, und holen Sie die Zustimmung für alle Teilelemente, Abgabetermine, Zuständigkeiten, Preise und das Budget ein.

Dann legen Sie los!

Nicht vergessen: Ganz unabhängig davon, wer man ist und welche Erfahrung man mit Webprojekten schon gesammelt hat, so tauchen doch im Projektverlauf immer unvorhergesehene Herausforderungen auf. Sie können die schlimmsten Pannen aber vermeiden, indem Sie eine gute Vorarbeit leisten und die richtigen Kompetenzen und Ressourcen auswählen, die Ihnen die erforderlichen Teilelemente liefern werden und Sie auch entsprechend beraten können.

2) Technik

Haben Sie Ihr CMS-System im Griff? Oder müssen Sie sich erst eines besorgen, entweder weil Sie ein neues benötigen oder weil Sie noch keines haben? 

Wenn Sie bereits wissen, dass die Webseite in mehreren Versionen erscheinen und auf vielen Sprachen gepflegt werden soll, sollten Sie dies bereits jetzt berücksichtigen. Die Wahl des CMS-Systems hat eine große Bedeutung dafür, ob Sie künftig bequem und einfach mit Übersetzungen arbeiten können. Und je bequemer das geht, desto schneller und kostengünstiger geht es langfristig betrachtet.

Wie viele Texte müssen übersetzt werden:
1, 10 oder 100? Und wie viele müssen auf Ihre Webseite gesetzt werden? Nur jetzt, häufiger oder vielleicht sogar täglich? Vielleicht brauchen Sie einen Turbo?

Dieser gleicht vielleicht nicht dem, was Sie aus dem Motorraum Ihres Fahrzeugs kennen, aber er muss dasselbe leisten: dafür sorgen, dass alles möglichst schnell geht. 

Etwas über den Turbo...

In unserer Welt heißt der Turbo „Connector“. Er dient als direktes Bindeglied zwischen Ihrem CMS-System und der Plattform Ihres Übersetzungspartners (die Ihnen bei uns als Agito vertraut sein dürfte). Wenn dieses Bindeglied geschaffen ist, können Sie mit einem einfachen Mausklick Texte aus Ihrem CMS-System direkt zur Übersetzung senden. Und wenn die Übersetzungen fertig sind, werden sie automatisch zurückgeschickt – in Ihr CMS-System, wo die Texte direkt auf die Webseite gestellt werden, nachdem Sie sie freigegeben haben. Sie arbeiten also von Anfang bis Ende ausschließlich mit Ihrem CMS-System, ohne dass Sie Texte importieren, exportieren oder kopieren und einfügen müssen.

Ich habe 6.400 Minuten eingespart

Kein Scherz! Pro Seite habe ich etwa 20 Minuten eingespart – und das pro Sprache! Lassen Sie uns ausrechnen, was das für das gesamte Projekt ergibt: Wir gehen von etwa 80 Seiten Quellenmaterial aus, das in vier Sprachen übersetzt, freigegeben und eingeführt wurde. Das ergibt insgesamt eine Einsparung von 6.400 Minuten. 6.400 Minuten sind 106 Stunden, die einzig dafür verwendet worden wären, Text für Text auf langwierige Weise zu kopieren und einzufügen. 

Immerhin handelte es sich um eine ganze Menge Webtexte für mehrere Sprachen, wobei noch weitere in Arbeit sind. In einem solchen Fall ist ein „Connector“ zweifellos nicht nur eine Überlegung wert – er ist auf jeden Fall wert, in die Tat umgesetzt zu werden.

3) Inhalt: Design, Text und Bilder

Ausschlaggebend ist, dass Sie bereits bei der Prozess- und Zeitplanung dafür gesorgt haben, die erforderlichen Ressourcen für die Produktion der Inhalte abzustellen. Diese Ressourcen müssen eine Übersicht und einen Plan erstellen, wofür genau Inhalte produziert werden sollen.

In vielen Fällen kommt die Frage zu kurz, wie viele Inhalte tatsächlich für eine neue Webseite produziert werden sollen. 

Die Übersicht können Sie außerdem dazu verwenden, sich einen Eindruck darüber zu verschaffen, wie viel Text Sie schließlich für jede Sprache brauchen. Es ist natürlich ein großer Unterschied, ob es sich um Inhalte für 20 oder für 200 Seiten handelt, wenn Sie die Übersetzungen für das Projekt planen müssen.

Achten Sie darauf, dass sich die Sprachen unterscheiden

Im Blick auf Design, Illustrationen und Bilder sollten Sie auf den Text achten, der mit diesen Elementen verbunden ist. Finnisch und Deutsch benötigt beispielsweise sehr viel mehr Platz als Englisch, und das kann große Auswirkungen auf das Layout haben. Ein anderes Beispiel ist Arabisch, das von rechts nach links gelesen wird und deshalb ein umgekehrtes Layout erfordert.

SEO, SEO, SEO… Nicht vergessen!

Wenn Sie auf Google erfolgreich sein möchten – nicht nur heute, sondern langfristig –, dann müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Webseiten suchmaschinenoptimiert sind. Denken Sie bereits bei der Erstellung des Quellenmaterials an diesen Aspekt.

SEO Translation

4) Übersetzung

Gehen Sie die verschiedenen Inhaltselemente durch und verwenden Sie einige Minuten darauf, ein Briefing zu verfassen, bevor Sie den Text zur Übersetzung senden. Das ist gut genutzte Zeit. Denn je mehr Ihr Projektmanager und Ihre Übersetzer über den Text und die mit ihm verbundenen Ziele wissen, desto besser wird das sprachliche Produkt, das Sie bekommen. Ich kann nur immer wieder empfehlen, sich die Zeit für ein sorgfältiges Briefing zu nehmen, weil ich weiß, dass dies tatsächlich Auswirkungen auf das endgültige Produkt hat.  

Ein Beispiel dafür, wie wichtig ein kleiner Hinweis in einem Briefing sein kann:

Auf den meisten Seiten unserer neuen Webseite ist ein Element enthalten, das konkrete Statistiken enthält. Dieses Element hat ein festes Layout, bei dem die Ziffer immer oben steht und der Text darunter angeordnet ist. 

OK: +120 Mio übersetzte Wörter pro Jahr 
NICHT OK: Jedes Jahr übersetzen wir mehr als 120 Mio Wörter

OK: +2.000 Unternehmen bestellen jedes Jahr bei uns ein
NICHT OK: Jedes Jahr bestellen mehr als 2.000 Unternehmen bei uns ein.

Faktaelement DE

Wären die Übersetzer über diesen Umstand im Vorhinein nicht gut gebrieft worden, hätten sie die Sätze vielleicht umgeschrieben und die Ziffern in die Mitte des Satzes gesetzt. Wie Sie aus der Illustration unten ersehen können, hätte dies mit meinem Layout keinesfalls funktionieren können. Vor Beginn der Übersetzungen hatte ich einen Hinweis über dieses Element in mein Übersetzungsbriefing geschrieben. Auf diese Weise habe ich zweifellos viel Ärger vermieden.

Über was können Sie briefen?

Text, Empfänger und Zweck

  • Worum geht es im Text?
  • Welchen Zweck hat der Text? Was möchten Sie mit ihm erreichen? Möchten Sie verkaufen, informieren oder zu einer Aktion animieren?
  • In welchen Medien soll der Text verwendet werden? In diesem Artikel geht es um „Übersetzung von Webseiten“, aber wenn Sie einen Text haben, der sich nicht aufs Internet bezieht, sondern beispielsweise ein Text für einen Prospekt oder eine Gebrauchsanleitung ist, dann sollten Sie dies in Ihrem Briefing erwähnen.
  • Wer ist die Zielgruppe und in welchen Märkten soll die Kommunikation eingesetzt werden? Ist die Kommunikation auf Fachleute ausgerichtet? Oder auf Otto Normalverbraucher? Und so weiter.

Wörter, Begriffe, Stil und Ton

  • Stil und Ton? Informell, konservativ, leicht verständlich, Fokus auf Technik? 
  • Branchen- und unternehmensspezifische Wörter und Begriffe? Gibt es bestimmte Wörter und Begriffe, die auf eine bestimmte Weise oder vielleicht überhaupt nicht übersetzt werden sollten?
  • Wie frei soll der Übersetzer bei seiner Übersetzung sein? Der Übersetzer darf gern sehr frei bei seiner neuen Sprachversion sein / Der Übersetzer muss sich zu 100 % an das Quellenmaterial halten / Der Übersetzer soll sich eng an das Quellenmaterial halten, darf sich aber ein wenig Freiheiten nehmen, damit der Text in der Sprache und im Markt gut funktioniert.
  • Referenzmaterial? Wenn Sie relevantes Material vorliegen haben, das dem Übersetzer bei der Wahl von konkreten Wörter und Begriffen sowie bei Stil und Ton helfen kann, empfiehlt es sich, dieses als Teil Ihres Briefings beizufügen.
  • Sonstiges?

Prozess und Format

  • Was geschieht mit dem Text, wenn Sie ihn von der Übersetzung zurückerhalten? Sie veröffentlichen den Text sofort / Sie fügen den Text ins Layout ein / Sie führen eine interne Korrekturlesen durch / Sonstiges?
  • Gibt es besondere Elemente, die berücksichtigt werden müssen? Es kann Begrenzungen bei der Textlänge geben. Ebenso kommt es vor, dass Bilder einen gesperrten Text enthalten, der auch übersetzt werden muss. Und so weiter.
  • Sonstiges

Videos?

Ein Video besteht meistens aus Ton und Bildern. Wenn Sie also eine Lokalisierung eines Videos planen, ist es wichtig, dass Sie an beide Elemente denken:

  • Sollen der „Ton“ und damit die „gesprochenen Wörter“ übersetzt und dann wieder als „gesprochene Worte“ in der Landessprache eingefügt werden? Oder soll die aktuelle Version – jedoch mit landessprachlichen Untertiteln – beibehalten werden?
  • Und was ist mit möglichen Texten für Bilder und grafische Darstellungen? Sollen diese Elemente auch angepasst werden?

5) Prüfung/Freigabe 

Der Freigabeprozess von Sprachversionen kann stark variieren. Handelt es sich um eine neue und vollständige Webseite, die eingeführt werden soll? Oder handelt es sich um kleine Texte, die laufend in einen Webshop integriert werden sollen? Dies erfordert unterschiedliche interne Ressourcenmengen und Flexibilität. Die Anzahl der Sprachen und die Größe des Unternehmens haben ebenso eine Bedeutung dafür, ob es überhaupt interne Sprachressourcen für die Aufgabe gibt oder ob dieser Teil ebenfalls von der Übersetzungsfirma wahrgenommen werden soll. Zeit ist natürlich auch ein wesentlicher Faktor. 

In jedem Fall empfiehlt es sich, die Prüfung und Freigabe rechtzeitig in die Planung aufzunehmen, wenn daran andere Personen als Sie selbst beteiligt sind. Im gleichen Zusammenhang empfiehlt es sich, zu verdeutlichen, worauf bei der Prüfung nach Ihren Vorstellungen und Wünschen geachtet werden muss (z. B. der Text für eine Schaltfläche), worauf nicht geachtet werden soll (z. B. auf die Farbe der Schaltfläche) und zu welchem Zeitpunkt im Prozess Sie die Texte einsetzen möchten.

Generell gibt es zwei Arten, wie eine Prüfung von Sprachversionen vorgenommen werden können:

  1. Eine Prüfung und Freigabe direkt im Anschluss an die Übersetzung und bevor die Sprachen in Ihr CMS-System zurückfließen.
    Wenn Sie dies wünschen, wird die Person, die von Ihnen mit dem Freigabeprozess beauftragt wird, einbezogen, bevor die fertigen Texte zurück ins System gespielt werden. Auf diese Weise vergeuden Sie keine unnötige Zeit für Koordination, Dialog und Implementierung. Sie erhalten fertige und freigegebene Texte direkt in Ihr System.
  2. Eine Prüfung und Freigabe nach der Implementierung der Sprachversionen auf der Webseite.
    Die Seite wird manuell im Layout der Webseite geprüft. Der Vorteil ist, dass der Text automatisch im richtigen Kontext der Seite sichtbar ist. Doch der Nachteil ist, dass dies ein zeitraubender Vorgang ist – sowohl für die Person, die die Prüfung vornimmt und sich Änderungen notieren muss, als auch für die Person, die die Änderungen im CMS-System vornehmen muss.

Mein Tipp ist, dass Sie bereits bei der Prozess- und Zeitplanung festlegen, wie Sie sich die Freigabephase vorstellen, und daraufhin beschließen, wie diese Phase gehandhabt werden soll, damit Sie die erforderlichen Ressourcen und die Zeit zuweisen können.

6) Einführung

Translation

Mit zitternden Händen, zu viel Kaffee im Blut und müden roten Augen können Sie jetzt auf „Veröffentlichen“ drücken, tief durchatmen und sich zurücklehnen.

Denn wenn Sie diesen Punkt erreicht haben, sind Sie am Ziel. Das ist der Zeitpunkt, um die Sektkorken knallen zu lassen. Kleine Dinge, die immer auftauchen, können Sie morgen in aller Ruhe beheben. Und dann sollten Sie auch die „nächsten Schritte“ planen, um sicherzustellen, dass Ihre Webseite künftig immer up-to-date ist.

Mit freundlichen Grüßen
Anne

Customer Engagement Manager, LanguageWire

 

Bereit, den Übersetzungsprozess neu zu gestalten?